DIN EN 1303: Was die Norm für Schließzylinder bedeutet

Aktuelles · B·02
Dresden & Umgebung

Schließzylinder werden gern mit Begriffen wie „Sicherheitszylinder" beworben. Die Norm DIN EN 1303 ist deutlich nüchterner – und dadurch vergleichbar.

Warum eine Norm überhaupt hilft

Ohne gemeinsame Prüfgrundlage bedeutet „sicher" bei jedem Hersteller etwas anderes. Die Norm beschreibt stattdessen einzelne Eigenschaften und stuft sie getrennt voneinander ein.

Getrennt betrachtete Eigenschaften

Bewertet werden unter anderem Dauerhaltbarkeit, Korrosionsverhalten, die Zahl der möglichen Schließungen sowie der Widerstand gegen Angriffe. Entscheidend ist: Ein hoher Wert in einer Kategorie sagt nichts über die anderen aus.

  • Gebrauchskategorie und Dauerfunktion
  • Korrosions- und Temperaturverhalten
  • Schließungsvielfalt
  • Widerstand gegen Bohren und Ziehen

Ein Zylinder ist kein Sicherheitskonzept – er ist ein Bauteil mit definierten Eigenschaften.

Was das für die Auswahl heißt

Für eine Wohnungstür gelten andere Anforderungen als für eine Außentür im Gewerbeobjekt mit hoher Benutzungsfrequenz. Sinnvoll ist deshalb, zuerst die Nutzung zu beschreiben und erst danach die Kennwerte zu vergleichen.

In einer Schließanlage kommt hinzu, dass alle Zylinder zueinander passen und die Organisation der Schließberechtigungen langfristig tragfähig bleiben muss.

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